Friedhof

Fragen & Antworten - Friedhof


Bedarf die Errichtung von Grabmalanlagen der Zustimmung?

Die Errichtung und jede Veränderung von Grabmalanlagen bedarf der vorherigen Zustimmung der Stadtwerke Rodgau. Die hierzu erforderliche Anzeige ist schriftlich (über den von dem Nutzungsberechtigten beauftragten Steinmetzbetrieb) einzureichen. Die Vorgaben der Friedhofssatzung der Stadt Rodgau müssen den Steinmetzbetrieben, welche im Besitz einer Erlaubnis zur Ausübung gewerblichen Tätigkeiten auf den Friedhöfen sind, bekannt sen. Andere Fachbetriebe müssen in jedem Fall vor Antragstellung Rücksprache mit der Abteilung Friedhofswesen halten.Wird bei einer späteren Kontrolle durch die Stadtwerke festgestellt, dass eine errichtete Anlage nicht mit den Angaben der zugestimmten Anzeige übereinstimmt, so ist diese zu entfernen bzw. entsprechend der Anzeige zu ändern. Die hierdurch entstehenden Kosten sind von dem Antragsteller zu tragen.

Wer ist Graberwerber / Nutzungsberechtigter / Pflegepflichtiger?

Soll ein Verstorbener auf einem Friedhof in Rodgau bestattet oder dessen Aschereste beigesetzt werden, müssen die Hinterbliebenen den Bestattungsantrag der Stadt Rodgau unterschreiben. Die Person, welche den Bestattungsantrag unterschreibt und sich somit zur Übernahme der im Rahmen der Bestattung anfallenden Kosten verpflichtet, erhält ca. zwei Wochen nach der Beisetzung einen Gebührenbescheid, aus welchem die Dauer oder Verlängerung des Nutzungsrechts ersichtlich ist. Erfolgt die Beisetzung in einem bereits vorhandenen Grab und war der Verstorbene Nutzungsberechtigter dieser Grabstätte, muss ein neuer Nutzungsberechtigter als dessen Rechtsnachfolger eingesetzt werden. Der neue Nutzungsberechtigte muss sein Einverständnis schriftlich hierzu geben. Erfolgt dies nicht, ist eine Beisetzung in dieser Grabstätte nicht möglich. Der Graberwerber ist gleichzeitig Nutzungsberechtigter und somit auch Pflegepflichtiger, sofern die Hinterbliebenen nichts anderes bestimmen. Die Bestimmungen sind auf dem Bestattungsantrag oder als Anlage schriftlich festzuhalten und von den genannten Personen durch deren Unterschrift zu bestätigen.Ändert sich im Laufe der Nutzungszeit die Anschrift des Nutzungsberechtigten, so ist dies der Friedhofsverwaltung mitzuteilen, um die ggf. zu einem späteren Zeitpunkt erforderliche Suche nach Hinterbliebenen zu erleichtern.

Wer gilt als Sorgepflichtige Angehörige?

Sorgepflichtige Angehörige sind der Ehegatte oder der/die Lebenspartner/in nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz sowie Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel und Geschwister, Adoptiveltern und -kinder.

Kann mir ein Bestattungsunternehmen helfen und Aufgaben übernehmen?

Im Allgemeinen beauftragen die Angehörigen ein Bestattungsunternehmen (beispielsweise siehe Friedhofswesen - Pietäten) ihrer Wahl mit der Durchführung der Bestattung. Dieses kann auch die Sterbeanzeige beim Standesamt - unter www.rodgau.de sowie die weiteren Behördengänge für Sie erledigen. Für die Bekundung von Sterbefällen ist die Stadt Rodgau – Standesamt – zuständig. Unter folgenden Rufnummern helfen Ihnen die MitarbeiterInnen des Standesamtes gerne weiter:

Stadt Rodgau,
Fachdienst Fachbereich Personenstandswesen,
Hintergasse 15,
63110 Rodgau;
Mail: standesamt@rodgau.de,
Telefon: (06106) 693 - 1120, 1215, 1280 oder - 1289.

Wann und wo ist der Todesfall zu melden?

Der Todesfall ist spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag beim Standesamt des Ortes, in dem der Tod eingetreten ist, anzuzeigen. Dabei ist der nichtvertrauliche Teile des Leichenschauscheines abzugeben (siehe auch Sterbeurkunde). Als Angehöriger haben Sie die Bestattung zu veranlassen, die frühestens 48 Stunden und nicht später als 96 Stunden nach Eintritt des Todes stattfinden soll. Es gibt die Möglichkeit der Erd- oder Feuerbestattung. Die Bestattungsart richtet sich nach dem Willen der verstorbenen Person. Ist der Wille der verstorbenen Person nicht bekannt, bestimmen Sie als Angehörige/r die Bestattungsart.

Todesfall - was ist zu tun?

Bei einem Todesfall haben Sie als Angehörige/r die Pflicht, umgehend eine Ärztin/einen Arzt oder eine Notärztin/Notarzt zu verständigen, die/ der die Leichenschau durchführt und den Leichenschauschein ausstellt. Der Ärztin oder dem Arzt müssen Sie das Betreten von Grundstücken und Räumen zur Durchführung der Leichenschau gestatten. Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wird insoweit eingeschränkt.

Wie hoch ist der Prozentsatz an Urnenbestattungen?

Es werden auf den Rodgauer Friedhöfen insgesamt ca. 300 Beisetzungen jährlich durchgeführt. Mehr als 65 % dieser Begräbnisse sind Urnenbeisetzungen.

Wieviel belegte Grabflächen gibt es auf den Rodgauer Friedhöfen?

Es gibt ca. 6000 belegte Grabstätten, unterteilt in Sarg- und Urnengrabstätten.

Kann ich die Trauerhalle benutzen und was kosten das?

Auf allen Friedhöfen befindet sich eine Trauerhalle, die für eine Trauerfeierzeremonie gegen eine Gebühr in Höhe von 250,00 Euro pauschal in Anspruch genommen werden kann.

Finden auf dem Alten Friedhof in Nieder-Roden noch Bestattungen statt?

Auf dem Alten Friedhof in Nieder-Roden werden keine neuen Nutzungsrechte mehr vergeben, d.h. es finden auf diesem Friedhof keine Bestattungen mehr statt.

Wieviel Friedhöfe gibt es in Rodgau?

Wir bewirtschaften insgesamt 7 Friedhöfe, die sich auf nachstehenden Stadtteilen befinden: Neuer Friedhof Nieder-Roden, Alter Friedhof Nieder-Roden, Friedhof Dudenhofen, Alter Friedhof Jügesheim, Waldfriedhof Jügesheim, Friedhof Hainhausen und Friedhof Weiskirchen.

Wer darf eine Grabstätte räumen, wann muss sie geräumt werden und was ist zu entfernen?

Das Nutzungsrecht an Reihengräbern endet automatisch nach 20 Jahren. Die Stadtwerkeabteilung Friedhofswesen gibt bekannt, welche Grabstätten betroffen und daher zu räumen sind. Sind die Erwerber von Grabstätten bekannt, so erhalten diese hierüber eine schriftliche Mitteilung. Nach erfolgtem Abbau der Grabanlage ist dies der Friedhofsabteilung zur Kenntnis zu geben. Für Wahlgräber (Erd- und Urnengräber) besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Nutzungsrechts. Nach einer schriftlichen Benachrichtigung durch die Stadtwerke oder durch Selbstinitiative können die Nutzungsberechtigten ihre Entscheidung mitteilen, ob die Grabstätte weiter erhalten werden soll. Wer darf eine Grabstätte abräumen? Der Graberwerber hat die Möglichkeit, nach Zustimmung durch die Stadtwerke Rodgau, die Grabstätte durch einen anerkannten Steinmetzbetrieb räumen zu lassen. Ist das Nutzungsrecht abgelaufen, so bedarf es keiner besonderen Genehmigung durch die Abteilung Friedhofswesen. Die Räumung kann durch einen Steinmetzbetrieb, welcher im Besitz der jeweils gültigen Jahreserlaubniskarte ist, erfolgen. Die Räumung ist den Stadtwerken unverzüglich zur Kenntnis zu geben. Was muss entfernt werden?Es muss die gesamte Grabanlage entfernt werden. Dazu gehört: Das Grabmal (Grabstein/Gedenkplatte), die Grabeinfassung, Fundamente sowie sonstige Grabausstattung, wie Abdeckplatten, Bepflanzung, Vasen, Kerzen u. ä.