Seit 40 Jahren ist Stefan Jaud im Öffentlichen Dienst tätig, seit 1991 bei der Stadt Rodgau. Der Leiter des Fachdienstes Soziale Angelegenheiten und Bildung begann seine Ausbildung beim Kreis Offenbach und schon damals war klar, dass er im Sozialbereich arbeiten wollte. Neben einem grundsätzlichen, persönlichen Interesse lockte ihn die Abwechslung. Beides ist geblieben, denn auch heute sind im Fachdienst nicht nur die großen Aufgabengebiete Kita, Senioren und Bildung verortet, sondern auch rund 400 Mitarbeitende. Stefan Jaud hat schon immer gerne „am Menschen“ gearbeitet, studierte er doch sogar zunächst in Richtung Lehramt, bevor er in die Verwaltung ging. Sein beruflicher Lebensweg begann in der „Hilfe zum Lebensunterhalt“ direkt in der Fallbearbeitung, die er auch zunächst in Rodgau wahrnahm. Immer im persönlichen Kontakt mit den Menschen, die Unterstützung brauchten, lernte er dabei viele, teils schwierige Lebenssituationen kennen. Das war nicht immer leicht, hat sein Engagement, sich genau an dieser Stelle einzubringen, aber über all die Jahre nicht geschmälert. Mit der Rückgabe des Arbeitsgebietes „Sozialhilfe“ an den Kreis, dem Ausscheiden seines früheren Vorgesetzten und der Notwendigkeit, die Aufgaben der damaligen Gemeindeschwestern in ein neues Konstrukt zu überführen, veränderte sich das Berufsleben von Stefan Jaud total. Er wurde nicht nur Amtsleiter, sondern auch einer der beiden Geschäftsführer der gemeinsam mit den Johannitern gegründeten Sozialstation Rodgau. Letztere ist inzwischen auf 40 Mitarbeitende angewachsen und auch hier gilt es mit sich verändernden Anforderungen im Aufgabenzuschnitt und in der Gesellschaft Schritt zu halten. Diese Flexibilität und die Ausrichtung auf ein bedarfsgerechtes Angebot ist freilich auch im Fachdienst gefordert. So konnten Projekte wie Rodgau 16 plus, Bildungsmesse, Jugendförderung, Neubau von Kitas, Schulsozialarbeit, Stadtbücherei, Volkshochschule oder Seniorenarbeit entstehen, sich entwickeln und etablieren. Nach 40 Jahren sagt Stefan Jaud: „Ich habe mich an meinem Arbeitsplatz und mit den Kolleginnen und Kollegen immer wohl gefühlt. Da ist es leicht, dem Arbeitgeber und meiner Stadt die Treue zu halten.“.