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Am Bahnpfädchen

Intelligente Stadtbeleuchtung in Rodgau – Dudenhofen am Bahnpfädchen

Die Stadtwerke Rodgau Energie GmbH hat im Auftrag der Stadt Rodgau eine intelligente, adaptive LED – Beleuchtungsstrecke am Bahnpfädchen in Rodgau – Dudenhofen installiert. Die Teststrecke beginnt ab den Glascontainern des Park & Ride Parkplatzes bis zur Kreuzung hinter der Düne von Dudenhofen, beträgt insgesamt etwa 600 Meter und ist mit intelligenter Steuerungstechnik ausgestattet.

Die Stadtbeleuchtung am Bahnpfädchen ist bedarfsgerecht errichtet. Auf der einen Seite wurde darauf geachtet, dass die Beleuchtung nicht nach vorne in die Gärten und nicht nach hinten auf die Schienen der S-Bahn strahlt sowie durch automatisches Auf- und Abdimmen Energie eingespart wird.

Auf den 15 Masten wurden LED Leuchten vom Typ Vulkan V3610 installiert. Diese haben eine spezielle Linsenoptik, die das Licht präzise dorthin lenkt, wo es benötigt wird. Weil mehrere Lichtszenarien und Beleuchtungsklassen auf der Teststrecke erprobt werden, wird auch die komfortable Ausleuchtung für Fußgänger und Radfahrer getestet. Ferner wurde bei der Lichtplanung auf eine möglichst homogene Lichtverteilung geachtet.

Darüber hinaus wird auf der Teststrecke eine intelligente, adaptive Steuerung erprobt. Für die adaptiven Steuerungstests werden insgesamt sechs Bewegungsmelder an den Masten entlang der Teststrecke eingesetzt. Somit wird nachts bei geringerer Frequentierung der Teststrecke in Abhängigkeit der Jahres- und Uhrzeit die Beleuchtungsstärke auf ein Minimum reduziert.

Befindet sich ein Radfahrer oder Fußgänger auf dem Bahnpfädchen, wird der Bereich in dem sich die Person befindet „aufgedimmt“ – das Licht wandert so zu sagen mit. Ein weiterer wichtiger Punkt der Steuerung bildet eine Leitstelle.

Hier werden automatisch Störungen und statistische Werte wie aktueller und durchschnittlicher Stromverbrauch, Brenndauer der Leuchten und Nutzungsprofile des Straßenzuges während des Abends und der Nacht übertragen.

So kann auch die Abteilung der Straßenbeleuchtung schneller und effektiver Defekte an Straßenlaternen erkennen, reparieren oder den Lichtbedarf des Bahnpfädchens ermitteln. Auf einer digitalen Karte ist der Stadtwerke Rodgau Energie GmbH möglich, sich jede einzelne Leuchte „live“ anzuschauen, Statistiken einzusehen und gegebenenfalls zu reagieren.

Im Falle einer Störung erhält ein Mitarbeiter dann eine automatische E-Mail, die die Art der Störung und die entsprechende Leuchte nennt. Weiter werden durch das dimmen der Leuchten nicht nur Strom – und damit auch CO2 eingespart, sondern auch die neuen LED Leuchten geschont. Somit werden längere Lebenserwartungen der einzelnen Leuchten und verlängerte Wartungsintervalle erreicht. Über die neue Leitstelle lassen sich Änderungen an der Steuerung mittels Computer einstellen – beispielsweise können zu besonderen Veranstaltungen die Lichtszenen eingestellt, oder Optimierungen per Programmierung fernübermittelt werden. Die Stadtwerke Rodgau Energie GmbH prüft in einem weiteren Schritt den Einsatz von Umweltsensoren, die an die Steuerung angebunden werden können, um somit Luft- oder Lärmmessungen durchführen zu können. Bisher sind solche Systeme immer einzeln, aber seitens der Steuerung nicht ganzheitlich geführt worden. Für die Testbeleuchtung stehen inklusive Steuerung etwa 80 000 Euro zur Verfügung. Im Rahmen des kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) werden insgesamt 1056 veraltete HQL – Leuchten gegen energieeffiziente LED Leuchten in Rodgau (außer Nieder-Roden) ausgetauscht. Die Integration dieser Leuchten in das zu testende System ist nach und nach möglich. Der Energieverbrauch ist um 90 % geringer im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung auf dieser Strecke.

Die Stadtwerke Rodgau Energie GmbH haben diese intelligente Beleuchtungsstrecke von A bis Z in Eigenleistung aufgebaut, von der Lichtplanung bis zum elektrischen Anschluss und bis zur Realisierung der Steuerungstechnik. Dies versetzt die Stadtwerke Rodgau Energie GmbH in die Lage auch über weitere „Smart City Rodgau“ Anwendungen wie Parkraum-Steuerungen nachzudenken.

Zusammenfassend bietet die Teststrecke:

adaptive Lichtsteuerung
Normgerechte Beleuchtungsstärke bereits im „Standby“ Betrieb
gerichtete Optiken führen zu Licht dort, wo es gebraucht wird – praktisch kein Streulicht
erhöhtes Sicherheitsgefühl bei Detektion
Verringerung der Lichtverschmutzung / Co2 Emmission
Dauerstrom am Mast ermöglicht weitere Nutzung für z.B. E-Bikes, Public Wlan etc.
System lässt sich in unser bestehendes Netz direkt integrieren.